Ingo Elbe/Christoph Hesse

Subjekt und Praxis

Was bleibt vom westlichen Marxismus?

Lenin hat die deutsche Philosophie, die englische politische Ökonomie und den französischen Sozialismus als die drei Quellen des Marxismus bezeichnet. Für den sogenannten westlichen Marxismus lassen sich retrospektiv mindestens zwei solcher Quellen nennen, nämlich Georg Lukács’ ›Geschichte und Klassenbewußtsein‹ aus dem Jahr 1923 und die Schriften Antonio Gramscis aus den 1920er und 30er Jahren. Auf diese beiden Quellen jedenfalls kann sich beschränken, wer die gegenwärtig anzutreffenden Entwürfe radikaler Gesellschaftskritik durch den Diskurs des westlichen Marxismus zurückverfolgen möchte. Die theoretisch debattierende Linke – ausgenommen jene Fraktionen, die sich weiterhin auf die Lehrsätze eines vermeintlich orthodoxen Marxismus berufen – läßt sich heute grob in zwei Rubriken sortieren: eine »kritische« und eine »dekonstruktivistische«. Beide Linien, die sich in den Begriffen Subjekt und Praxis kreuzen, sollen im folgenden kurz skizziert werden.

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(erschienen in: Fantomas. Magazin für linke Debatte und Praxis, Nr. 10 Winter/ Frühjahr 2007)