Hans-Peter Büttner

Marxian Economics im 21. Jahrhundert

Zur neueren Debatte um das „Transformationsproblem“ und das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate

Die Geschichte der Interpretation des Marx’schen „Kapital“ ist – nicht nur im Gefolge der Veröffentlichung der Marx’schen Originalmanuskripte zum „Kapital“ im Rahmen des MEGA-Projektes – die Geschichte eines beständigen Ringens um eine adäquate, hermeneutisch überzeugende Interpretation des theoretischen Werkes des Autors. Zwei zentrale Fragestel-lungen im Rahmen einer logisch konsistenten und gehaltvollen Rekonstruktion des “Kapital“ lassen sich hierbei einerseits im Verhältnis der Wertebene zur Preisebene und andererseits in den Entwürfen zu einer Theorie des tendenziellen Falls der durchschnittlichen Profitrate wie sie Marx in seinen Studien zum dritten Band des „Kapitals“ in Ansätzen entwickelt hat, verorten. Auf beiden theoretischen Feldern wollen wir uns zunächst die grundlegenden, weithin anerkannten Ergebnisse der historischen Debatte vergegenwärtigen und diese dann in der Folge einer kritischen Prüfung unterziehen. Wir werden dies leisten, indem wir eine Kritik der spezifischen Methode der logischen Rekonstruktion des „Kapitals“ formulieren, die in dem wegweisenden Werk „Marx after Sraffa“ des englischen Ökonomen Ian Steedman aus dem Jahre 1977 kulminierte und zum Abschluss kam.

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(Ungekürzte Fassung des Textes „Kritik der Politischen Ökonomie im 21. Jahrhundert“ aus der Zeitschrift Prokla, Heft 188/2017)