Udo Wolter

Zur Kritik des postkolonialen Antiimperialismus

Der hier dokumentierte Text stammt aus dem Jahr 2004 und ist im Kontext der damaligen Debatten um die theoretische Rezeption kapitalistischer Globalisierung durch linke, globalisierungskritische Bewegungen entstanden. Er versucht die Rolle der seinerzeit ebenfalls stark reziperten postkolonialen Theorie in diesem Kontext kritisch auszuloten. Die gesamte linke Diskussion stand ebenso unter dem Eindruck des 11. September und seiner Folgen, im Mittelpunkt der Kritik stehen daher auch postkoloniale Reaktionen auf den jihadistischen Massenmord vor 15 Jahren. Der Theoriehype um den Postkolonialismus mag seither deutlich nachgelassen haben, was sicher auch den im vorliegenden Text bereits angesprochenen Entwicklungen innerhalb dieses Theoriefeldes liegt. Die damals zu beobachtenden Abwehrreaktionen und Vermeidungsstrategien gegenüber allzu deutlicher Kritik an islamistischer und jihadistischer Ideologiebildung erfreuen sich leider bis heute großer Beliebtheit, wie sich etwa an zahlreichen linken Reaktionen auf das jihadistische Massaker in der Redaktion von Charlie Hebdo und dem koscheren Supermarkt vom Januar 2015 in Paris gezeigt hat.

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(überarbeitete Version des in AStA der Geschwister-Scholl-Universität München (Hrsg.), Spiel ohne Grenzen. Zu- und Gegenstand der Antiglobalisierungsbewegung, Berlin 2004 erschienenen Vortrags)