Meinhard Creydt

Grenzen der Demokratie

Demokratie als Form

Schon „das Wort Demokratie selbst ist ein Wert, ein Talismanwort, ein Zauber- und Legitimationswort, ein Ja-Wort: das einzige, das heute zählt“ (d’Arcais). Auch viele Linke wollen immer nur als Kandidaten gelten, die die Demokratie besser, eigentlich oder wahrhaft verwirklichen und die herrschenden Politiker dabei überbieten. Dabei lassen sich Argumente sowohl aus der etablierten Sozialwissenschaft wie aus der weit verzweigten und intern tief zerstrittenen Großfamilie des Marxismus dafür anführen, dass die Demokratie innerhalb der kapitalistischen Moderne – und allein um sie geht es, wenn ich im folgenden abkürzend von ‚der Demokratie’ spreche – die politische Form ist, die zum abstrakten Reichtum die komplementäre Seite bildet und ihre ganz eigen(sinnig)en und unersetzbaren Beiträge zu seiner Reproduktion leistet.

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