Anton M. Fischer

Der reale Schein und die Theorie des Kapitals bei Karl Marx

Wer Auskunft über das haben möchte, was Marx unter realem Schein versteht, wird wohl in den meisten Fällen zum ersten Band des «Kapital» greifen und sich dort in das Kapitel 1.4 vertiefen, das den Titel «Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis» trägt. Die Lehre vom Warenfetischismus gehört denn auch zu den bekanntesten Lehrstücken von Marxens Kritik der politischen Oekonomie und auch zu denen, die am stärksten weitergewirkt haben. Und doch ergibt ein Blick in die Sekundärliteratur zu Marx ein merkwürdiges Bild: Viele Autoren beschränken sich auf ein einfaches Referat, als wäre es für einen materialistischen Theoretiker das Natürlichste auf der Welt, dass die Ware ein «sinnlich übersinnliches Ding» sein soll, und machen auch keinen Versuch, die Lehre vom Warenfetischismus in irgendeinen Zusammenhang mit der Entfaltung der Wertform zu bringen.

INHALT

Vorwort
Einleitung: Gesellschaftliche Arbeit und gesellschaftliches Bewusstsein

Der reale Schein hebt an:
1. Der Warenfetischismus und der Grundwiderspruch der Ware
2. Die Dialektik der Wertform
3.1 Der Austauschprozess als die Entfaltung des Widerspruchs der Ware. Die wirkliche Verdoppelung der Ware in Ware und Geld
3.2 Die Warenzirkulation oder das Werden des Geldes zu Geld
4. Die Nahtstelle zwischen einfacher Zirkulation und Kapital. Das letzte Produkt der Zirkulation als erste Erscheinungsform des Kapitals
5. Der Kapitalfetisch vom werterzeugenden Wert zum zinstragenden Kapital. Die Oberflächengestalt der bürgerlichen Produktionsweise als eine verzauberte und verkehrte Welt

Anmerkungen
Literaturverzeichnis

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(erschienen im Europa-Verlag Zürich 1978) (Copyright by A.M. Fischer)