Ingo Elbe

Vom Eigentümer zum Eigentum

Naturrecht, Gesellschaftsvertrag und Staat im Denken John Lockes

Das Privateigentum ist das rechtliche Basisinstitut der modernen Gesellschaft. Eine
begründete, d.h. rationale Stellungnahme zu diesem Institut ist daher seit den Anfangstagen
dieser Gesellschaft eine der zentralen Aufgaben sozialphilosophischen Denkens. Die bei
weitem einflussreichste Fassung des Versuchs einer rationalen Begründung des modernen
Privateigentums findet sich in der 1689 veröffentlichten Zweiten Abhandlung über die
Regierung von John Locke. Hier werden fünf, meist noch heute nachwirkende
Legitimationsstrategien entworfen: Der rechtstheoretische Legitimationsmodus einer
Arbeitstheorie des Eigentums, der politökonomische Legitimationsmodus einer Arbeitstheorie
des Reichtums, die Anreiztheorie des Eigentums, eine Legitimierung sozialer Ungleichheit
durch das Leistungsprinzip sowie die kontraktualistische Begründung einer Staatsgewalt,
deren „einziger harter und unantastbarer Kern“ das absolute Recht auf privatexklusives
Eigentum ist.

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Link zum Vortrag (Bamberg 2012) (Audiodatei)

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(erschienen in: Paradigmen anonymer Herrschaft, Königshausen und Neumann, Würzburg 2015)