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Autor: Nadja Rakowitz

Religion des Vulgären – Silvio Gesells „Natürliche Wirtschaftsordnung“

(Auszug aus: Nadja Rakowitz: Einfache Warenproduktion Ideal und Ideologie, Freiburg i.Br. 2000)

Im Geld als Zirkulationsmittel hat die zirkulationistische Utopie dingliche Gestalt angenommen. Davon geblendet gibt es immer wieder politische Gruppierungen, die dem Geld in dieser Funkt ion wieder zu seinem Recht verhelfen wollen, weil sie zum einen die Funktion, Maß der Werte zu sein ignorieren und zum anderen die Funktion, Wert aufbewahren zu können, für den Grund des Zinses und diesen wiederum für die Ursache aller Wirtschaftskrisen und allen menschlichen Übels erklären. Sie beziehen sich dabei heute weniger auf die Theorie Proudhons, sondern - die Ökologiebewegung hat dies sicher befördert – auf „Die Natürlichen Wirtschaftsordnung“ von Silvio Gesell. Diese ist für uns aus mehreren Gründen interessant. Zum einen versteht sie sich als antikapitalistisch und anti-kommunistisch bzw. anti-marxistisch, zum anderen argumentiert sie im Namen der „Natur“. Deshalb ist sie zum einen für bestimmte anarchistische Kreise interessant, zum anderen für eine Argumentation im Zusammenhang mit dem Problem der Ökologie.

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