Hans-Ernst Schiller

Dialektik des Unbewussten. Widersprüche des ‚primitiven Denkens’ bei Freud

Der Vortrag vergegenwärtigt die Grundbestimmungen des Unbewussten bei
Freud und setzt sie in Beziehung zu anderen Redeweisen, etwa bei Kant oder
in der Hirnforschung. Besondere Aufmerksamkeit erfährt die Freudsche
Erhebung des Unbewussten zu einer eigenen Art des Denkens und seine
Charakterisierung als primitive vorsprachliche Denktätigkeit. Damit
eröffnet sich eine historische Dimension, in der die Beziehung zur
"Dialektik der Aufklärung" und zur Marxschen Theorie des ökonomischen
Fetischismus thematisiert werden kann.

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Hans-Ernst Schiller, geboren 1952, studierte Philosophie, Soziologie und Geschichte in Erlangen und Frankfurt/M. Promotion 1981 mit einer Arbeit über Ernst Bloch (Metaphysik und Gesellschaftskritik), Habilitation 1997 in Kassel mit der Untersuchung Die Sprache der realen Freiheit zu Wilhelm von Humboldt. Veröffentlichungen u.a.: Das Individuum im Widerspruch. Zur Theoriegeschichte des modernen Individualismus (2006), Ethik in der Welt des Kapitals: Zu den Grundbegriffen der Moral (2011). Seit 1996 Professor für Sozialphilosophie und Ethik an der Fachhochschule Düsseldorf.