Startseite > Programmarchiv > Texte zum Programmarchiv > rru 08

rru 08


Autor: Jan Hoff

Die Schule des Kozo Uno - ein japanischer Versuch, das Marxsche "Kapital" neu zu schreiben

Der japanische Ökonom Kozo Uno (1898-1977) erarbeitete kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einen Versuch, das Marxsche „Kapital“ neu zu schreiben, wobei er eine inhaltliche Neufassung von großen Teilen des Marxschen Werks anstrebte (insbesondere in Fragen der Werttheorie und bestimmter Probleme des 3. Bandes). Von entscheidender Bedeutung war für Uno die strikte Differenzierung unterschiedlicher Abstraktionsebenen, einerseits innerhalb seiner Neufassung des „Kapital“, andererseits innerhalb der (...) (weiterlesen)

Autor: Urs Lindner

‚Critical Realism’ und die postmarxistische Konstellation. Neuere Anschlüsse an Marx in Großbritannien

Von der neueren britisch-marxistischen Debatte sind in Deutschland vor allem die Sozialgeschichte E.P Thompsons, der ‚Cultural Materialism’ von Raymond Williams und Stuart Hall sowie der ‚Postmarxismus’ von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe angekommen. Eine einseitige Rezeption, denn seit den 1970er Jahren hat sich in Großbritannien ausgehend von der Zeitschrift Radical Philosophy eine philosophische Diskussion um Marx entwickelt, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Aus diesem Kontext heraus (...) (weiterlesen)

Autor: Frieder Otto Wolf

Marxismus in Frankreich

Anstatt eine enzyklopädische historische Rekonstruktion zu versuchen (hier kann ich auf Bruno Schoch und auf Gilbert Badia verweisen), will ich exemplarisch versuchen, tiefer zu gehen: Zum einen möchte ich mich auf die Kapital-Rezeption konzentrieren, zum anderen auf einige ausgewählte neuere Autoren – Maximilien Rubel, Maurice Godelier, Louis Althusser und seine Mitarbeiter, besonders die in der 2. Auflage weggelassenen Autoren Jacques Rancière und Roger Establet, Jacques Bidet und Bernard (...) (weiterlesen)

Autor: Sonja Buckel

Die Rechtsform: ein noch vertrackteres ’Ding’ als die Ware?

Das Verhältnis radikaler Gesellschaftskritik zum Recht ist bestenfalls als ambivalent zu bezeichnen. Dessen enge Verbindung zum Staat, seine Normativität, die Absicherung von Eigentumsverhältnissen, der scheinbar ideologische Gehalt der Menschrechte – all das erzeugt zumindest einen Anfangsverdacht gegenüber dem Recht. Gleichzeitig ist kaum eine soziale Bewegung bekannt, die nicht auch Rechtsforderungen aus sich heraus erzeugt hätte. Insofern trifft Ingeborg Maus durchaus den Kern, wenn sie (...) (weiterlesen)

Autor: Ingo Elbe

Privateigentum - "tief im Wesen des Menschen" begründet? Zur Entstehung und Kritik des bürgerlichen Eigentumsbegriffs

Der Eigentumsbegriff ist einer der zentralen Begriffe, auf dem die bürgerliche Gesellschaft ihr Selbstverständnis aufbaut. Die bei weitem einflussreichste Fassung, ja die Begründung des modernen Eigentumsbegriffs findet sich in der 1689 veröffentlichten Zweiten Abhandlung über die Regierung von John Locke (1632-1704). Hier leitet Locke das privatexklusive Eigentum an Sachgütern aus dem Selbsteigentum der Person und der Vermischung ihrer rechtspersonalen Substanz mit Naturgegenständen im Prozess (...) (weiterlesen)

0 | 5


Rote Ruhr Uni | Realisiert mit SPIP, das Layout basiert auf dem Theme Blog'n Glop. | Blog'n Glop ist unter der Creative Commons by-nc-nd 2.0 de veröffentlicht.