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Seminare


IV. Der Begriff des Fetischismus und der Austauschprozess

Mit kaum einem Begriff der Marxschen Ökonomiekritik ist soviel Unfug getrieben worden, wie mit dem des Fetischismus - vom Synonym für die »glitzernde Warenwelt« bis hin zur Identifizierung von Wert und Fetisch. Das Seminar soll sich dem schwierigen Text zum Fetischcharakter der Ware im ersten Kapitel des »Kapital« nähern, den Sinn des Begriffes und seine zentrale erkenntniskritische Funktion im Rahmen der Kritik der politischen Ökonomie klären. Darüber hinaus soll der systematische Status des (...) (weiterlesen)

V. Die „neue Marx-Lektüre“ als Paradigma marxistischer Theoriebildung

Lange Zeit hindurch konnten die komplementären Diskurse des partei-, später staatsoffiziellen Marxismus sowie des westlichen Antikommunismus die nahezu uneingeschränkte Definitionsmacht über das beanspruchen, was gemeinhin als ‚Marxscher’ oder ‚wissenschaftlicher Sozialismus’ galt. Abweichende Formen des Marxismus, wie der ‚westliche Marxismus’ oder die ‚neue Marx-Lektüre’ formulierten dagegen eine Kritik des traditionsmarxistischen Paradigmas und beanspruchten gegen dessen restringierte und (...) (weiterlesen)

III. Kulturindustrie. Mediengesellschaft als „Massenbetrug“?

“Zuletzt ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen oder fünf Meinungen gestattet sind. – Wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und bei Seite tritt, hat immer die ganze Herde gegen sich.” Nietzsche (weiterlesen)

II. Kritische Theorie und Psychoanalyse: Studien zum autoritären Charakter

Vortragstext
Mit dem im Rahmen des Frankfurter Instituts für Sozialforschung entwickelten Ansatz öffnete sich kritische Gesellschaftstheorie – im krassen Gegensatz zu den Fortschrittsmythologien des parteioffiziellen Marxismus sozialdemokratischer wie stalinistischer Provenienz – den Erfahrungen des ‚Katastrophenzeitalters’. Sie entdeckte – plakativ gesprochen – die Relevanz des ‚subjektiven Faktors’ in einer durch die ‚Verkehrung von Subjekt und Objekt’ (Marx) gekennzeichneten Sozialformation. Mit (...) (weiterlesen)

I. Staatskritik

„Der politische Verstand ist eben politischer Verstand, weil er innerhalb der Schranken der Politik denkt. Je geschärfter, je lebendiger, desto unfähiger ist er zur Auffassung sozialer Gebrechen.“ (Karl Marx)
Appelle an den ‚Vater Staat’, die Wirtschaft doch an die Kandare zu nehmen und damit ‚soziale Gerechtigkeit’ walten zu lassen, erfreuen sich gerade in der Linken nicht erst in neoliberalen Zeiten großer Beliebtheit. Die unbedingte Loyalität, die noch die Aufgeklärtesten den Formen Staat und (...) (weiterlesen)

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